LIGHT AND SOUL – Fotos von Malika Diagana aus Senegal
Urban Life in Dakar

Aufgrund der Corona Pandemie musste die Ausstellung auf 2021 verschoben werden. Sobald ein neues Datum feststeht, wird es hier stehen. Bis hoffentlich bald!

In der westlichen Kunstwelt werden seit den 1990er Jahren Fotografinnen und Fotografen aus den westafrikanischen Ländern Senegal und Mali mit Aufmerksamkeit wahrgenommen. Insbesondere in den Städten Dakar und Bamako hat sich eine lebendige Szene entlang der Genres der „Strassen-„ und „Studiofotografie“ entwickelt mit eigenen Bildtraditionen und Aesthetiken. Auch andere Formen der Dokumentarfotografie spielen eine grosse gesellschaftliche Rolle, als Informationsvermittlung für Leseunkundige beispielsweise, aber auch bei der Weitergabe von Ueberlieferungen und Erzählungen.
In Bamako und Dakar finden auch alle zwei Jahre die beiden wichtigsten Kunstmessen in Afrika statt, die DAk’Art und die Rencontres de Bamako, Biennale africaine de la photographie.

Malika Diagana: „Photographier, c’est écrire en lumière.“
Die Fotografin aus Mauretanien und Dakar ist eine dieser Fotografinnen, die eine ganz eigene Bildsprache zeigt und mehr und mehr international bekannt wird.
Ihre Bilder in der Ausstellung zeigen in Schwarz-Weiss das Leben in den Strassen von Dakar und porträtieren die Menschen dort. Frauen auf dem Markt, beim Einkaufen, spielende Kinder, junge Männer beim Graffiti sprayen entlang der Strasse.
Vor allem die Porträts der Frauen sind durch die Art, wie die Fotografin mit dem Licht spielt, zeitlos und von einer berückenden Schönheit, in all ihren Nuancen und Grautönen.

Malika Diagana wurde 1982 in Mauretanien geboren, ist in einer multikulturellen Familie aufgewachsen und lebt seit Ende ihrer Schulzeit in Senegal. Während ihres Grafikdesign- und Videostudiums entdeckte sie die Fotografie. Dieser erste Kontakt mit dem Bild motivierte sie, in diese Richtung fortzufahren. Dank ihrer Fähigkeit, verschiedene Techniken zum „Spielen mit Licht“ anzuwenden, begann sie eine Karriere im Grafikdesign und widmete einen Teil ihrer Zeit dem Fotografieren. Die Begegnung mit dem Fotografen Djibril Sy weckte ihre Leidenschaft für die Schwarz-Weiss Fotografie und animierte sie, diesen Weg weiterzugehen. Einen grossen Einfluss auf ihre Arbeit hat auch ihr Onkel Julien Lopez, einer der ersten Fotografen, der in den 60er Jahren ein eigenes Studio in Saint-Louis, Senegal hatte und auch davon leben konnte.
Fotografie ist für Malika Diagana eine Möglichkeit, ihre Sichtweise, ihren Standpunkt zu vertreten, eine Vielzahl von Geschichten zu erzählen und Momentaufnahmen der Gegenwart für kommende Generationen zu bewahren.
Aktuell ist die Fotografin am Einrichten ihres eigenen Fotostudios in Dakar und am Aufbauen einer Fotoausbildung in Mauretanien, speziell für Frauen. Sie hofft, im kommenden Jahr genügend Geldgeber dafür zu finden.

Malika Diagana hat u.a. 2015 an der Rencontres de Bamako ausgestellt, 2018 wurde sie ans Photofestival in Lagos eingeladen. Ihre Fotos wurden auch schon in Ausstellungen in Deutschland und Frankreich gezeigt und in Zeitungen und Magazinen veröffentlicht. Weitere Informationen finden sich auf ihrer Webseite www.linguereart.com